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Eine Rose für Heinz Jeworrek
 … für Gordon M. Shortness und alle Soldaten, die am 20. Juli 1944 im Luftkampf über Zwickau ihr Leben für die Heimat lassen mussten.

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Donald Mounts, San Antonio, Florida, am 23.05.2012 auf dem Hauptfriedhof in Zwickau

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Der 20. Juli 1944 in Zwickau

Auf dem Weg nach Leipzig flog die 91. Bombergruppe der US-Air Force mit Bombern des Typs Boeing B-17 „Flying Fortress“, gegen Mittag, in den Luftraum über Zwickau ein. Die Begleitjäger P-51 „Mustang“ hatten zu dieser Zeit zunächst den Kontakt zum Verband verloren.

Gegen 11.00 Uhr griffen Jagdflugzeuge des Jagdgeschwaders 300 „Wilde Sau“ den praktisch ungeschützten Konvoi von hinten an. „Sie kamen aus der Sonne“, berichten Zeitzeugen.

Es entwickelte sich ein heftiges Gefecht, in dessen Verlauf innerhalb von nur 20 Minuten

6 B-17 im Raum Zwickau sowie eine B-17 über dem Stadtrand von Chemnitz (Borna-Heinersdorf), abgeschossen wurden.

20 amerikanische Soldaten starben, 44 gerieten in Kriegsgefangenschaft.

Auch drei deutsche Flieger sowie der Pilot eines amerikanischen Jägers vom Typ P-51 „Mustang“  verloren an diesem Tag ihr Leben. Einer von ihnen:

Uffz. Heinz Jeworrek (10.10.1922 – 20.07.1944). Er wurde nur 21 Jahre alt.

Er prallte mit seiner Focke Wulf 190 A-8, schwer getroffen, beim Versuch einer Notlandung gegen den Bogenstein in Wilkau-Haßlau und stürzte in das darunterliegende Haus der Familie Graupner.

Heinz Jeworrek verbrannte bis zur Unkenntlichkeit und wurde später auf dem Hauptfriedhof in Zwickau beigesetzt.

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(Quelle: „Zum Luftkriegsgeschehen im Vogtland 1944/1945“ von Dr. Rudolf Laser und Jörg Helbig)

2. Lt. Gordon M. Shortness, Pilot der P-51 B 42-106474 „Mustang“,

370th Fighter Squadron, 359th Fighter Group

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(MIA – Missing in action – Vermisst im Einsatz)

2. Lt. Shortness wurde im Tiefflug, in einer Höhe von 30 – 50 Metern über Niedermülsen, von Lt. Gerhard Kobert (FW 190 A, 2. Erprobungskommando Nowotny) verfolgt und abgeschossen.

Zeitzeugen berichten: „Teile der Maschine (eine Tragfläche, ein Rad und ein MG) stürzten auf das Dach meines elterlichen Bauerngutes an der Berthelsdorfer Straße und fielen dann in den Hof. Der Rest der Maschine mit dem toten Piloten stürzte in eine Schlucht oberhalb eines Bauernhofes (Seidel) an der Hauptstraße. Der amerikanische Flieger war völlig schwarz (verkohlt) und nur noch etwa einen Meter groß“.

Die Leiche von Gordon M. Shortness wurde nach dem Krieg exhumiert und in seine Heimat überführt.

Donald Mounts aus den USA recherchiert seit einiger Zeit zu dieser Luftschlacht und möchte sich auf diesem Weg bei allen Zeitzeugen, mit denen wir sprechen durften, ganz herzlich bedanken.

Ich schließe mich dem mehr als gerne an.

 

Joachim Blitz, IPA Zwickau


 

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